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Hinterlüftung von Solarmodulen

Der Wirkungsgrad der Solarzellen ist besser, je kälter sie sind. Die normierte Leistung eines Solarmoduls wird vom Hersteller pro m² auf 1000 Watt Einstrahlung bei 25°C Zelltemperatur bezogen als Maximalleistung (Peak-Leistung) und in Watt peak (Wp) angegeben. Das entspricht ungefähr den Klimaverhältnissen eines Frühsommertages in Deutschland mit strahlendem Sonnenschein. Bei jedem Grad Temperaturerhöhung liefert die Solarzelle etwa ein halbes Prozent weniger Strom. Das bedeutet: wenn sich die Solarzelle von 25°C auf 65°C erhitzt, erzielt sie durch 40°K Temperaturdifferenz vom 'Normwert' eine ca. 20 % geringere Stromausbeute als bei 25° C. Hat das Solarmodul unter 'Standard-Test-Conditions (STC) einen Modulwirkungsgrad von 10%, so hat es bei einer Erwärmung auf 65°C nur noch einen Wirkungsgrad von 8%.
Ein 65° C warmes Solarmodul an einer Südwand liefert also nur knapp 60 % dessen, was das gleiche Solarmodul bei einer Temperatur von 25° C auf einem 30° schrägen Süddach erbringen würde. Vom energetischen Standpunkt her macht es also Sinn, Solarzellen möglichst zu hinterlüften, damit sie sich im Sommer nicht allzusehr aufheizen.


Planerische und konstruktive Konsquenzen:

  • Dacheindeckungen mit Solarmodulen sollten als hinterlüftete Dachflächen ausgeführt werden
  • Es empfiehlt sich die Ausbildung eines Lüfterfirstes und eines großflächigen traufseitigen Lufteinlasses
  • Bei Dächern und Fassaden sollte eine Hinterlüftungsebene von ca. 10 cm angestrebt werden (je mehr desto besser, ab 15 cm Lüftungsebene tritt quasi keine Beeinträchtigung mehr auf, jedoch wird es konstruktiv ggf. zu aufwendig)
  • PV-Kaltfassaden liefern höhere Solarstromerträge als Warmfassaden.Es sollte hier ebenfalls die Detailgestaltung insbesondere am oberen Fassadeabschluss geeignet sein, eine optimale Hinterlüftung zu gewährleisten.
  • Frei hinterlüftete Elemente wie Verschattungslamellen oder Solare Fensterläden erzielen durch die optimale Luftumspülung höhere Ertragswerte als eingebaute Solarmodule
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